Aareal Bank streicht nach Gewinneinbruch Dividende weiter zusammen – Aktie dreht ins Minus

Aareal: Stabil nach gesenkten Erwartungen

Das moderate Kursplus der Anteilscheine der Aareal Bank war nicht von langer Dauer. Der Immobilienfinanzierer hatte Zahlen vorgelegt und verbilligte sich im weiteren Verlauf um 2 Prozent. Dies war der tiefste Stand seit November 2019. Händler bezeichneten das aktuelle Zahlenwerk als durchwachsen.

Das Volumen der Neugeschäfte im Schlussquartal konnte die Prognosen nicht erfüllen, allerdings konnten die Margen überzeugen. Und der Dividendenvorschlag fiel besser aus als vorhergesagt. Enttäuscht reagierten Marktteilnehmer auf den Ausblick, denn der operative Gewinn wird lediglich stabil erwartet.

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Prognose halbiert, Erwartungen übertroffen

Nach dem Rückgang der Gewinne im letzten Jahr rechnet die Bank auch für 2020 nicht mit einer Erholung. Überschuss und Betriebsergebnis dürften stabil bleiben, so die Mitteilung des Geldhauses am Mittwoch. Zwar sollen die Aktionäre eine Reduzierung der Dividende hinnehmen, Experten hatten aber ein deutlich kräftigeres Minus vorhergesagt.

  • Im laufenden Geschäft entsprach der Verdienst dem Ergebnis vom letzten Jahr. Zwar sank das Betriebsergebnis um 22 Prozent und erreichte 248 Mill. Euro. Aber das Institut konnte im Vorjahr wegen der Übernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank (DHB) einen Sondergewinn verbuchen.
  • Ohne diesen Vorgang ergebe sich nur ein Rückgang von 5 Prozent. Außerdem hatte das Unternehmen im Sommer bereits vorgesorgt: Damals wurde die Gewinnprognose auf 240 Mill. Euro zurückgenommen, und so konnten die Verantwortlichen nun bei einem Resultat von 248 Mill. anhaltend ihrer Zufriedenheit Ausdruck verleihen.

Dividende reduziert

  • Der Nettogewinn, der auf die Aktionäre entfällt, beträgt nun 145 Millionen, ein Minus von 30 Prozent.
  • Die Dividende soll von 2,10 Euro auf 2 Euro sinken. Teilhaber sehen die Bank auf einem reellen Kurs. Der Londoner Investor Petrus Advisors hält etwa drei Prozent der Papiere und verzichtete bislang auf eine kritische Haltung gegenüber dem Vorstand.

Bei seinem Engagement bei dem Internet-Broker Comdirekt hatte das noch anders ausgesehen.Streit gibt es allerdings beim Umfang mit dem Softwareanbieter Aareon. Den Komplettverkauf der Tochter zu prüfen fordert Teleios, ein weiterer Investor. Der Hedgefonds hatte im Januar seine Beteiligung auf unter 5 Prozent gekürzt.


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