Diskussionen um Kostenübernahmen durch die PKV

Für viele Patienten ist die private Krankenversicherung immer noch das A und O der Gesundheitsvorsorge. Bessere Leistungen im Krankheitsfall und eine umfassendere Fürsorge – so oder ähnlich klingen sicher viele der Argumente, mit denen Neukunden Verträge schmackhaft gemacht werden sollen. Dabei sind die Zeiten, in denen die PKV als Thermometer der guten Gesundheitsvorsorge galt, schon lange vorbei. Inzwischen hat auch diesen Bereich der Sparzwang vieler anderer Versicherungen erreicht.

Bereits seit einiger Zeit beobachten Gerichte und Interessenvertretungen der Patienten, dass die Versicherungsgesellschaften immer weniger dazu bereit sind, Kosten für ambulante oder stationäre Behandlungen zu decken. Und nicht immer hat der Patient das Recht auf seiner Seite. In einigen der neuen Tarife werden Klauseln verankert, welche den Kassen die Möglichkeit geben, die eine oder andere Rechnung unbezahlt unter den Tisch fallen zu lassen. Aus diesem Grund sollte jeder Neukunde den vorgelegten Vertrag genau prüfen, ob sich hier nicht doch kleine oder große gesundheitliche Fallen verstecken.

Was aber ist für diesen einschneidenden Sparkurs bei den privaten Versicherungen verantwortlich? Zum einen hat die Gesundheitsreform mit dem Basistarif dazu geführt, dass auch die PKV jeden Euro ein zweites Mal herumdrehen muss. Daneben steigen, trotz der vermeintlich besseren Gesundheitsversorgung, auch hier die Kosten immer weiter. Behandlungen und Medikamente werden von Jahr zu Jahr teurer. Im Zusammenhang mit weniger neuen Vertragsabschlüssen ergibt sich für die Versicherungsgesellschaften ein alarmierendes Bild. Es muss an allen Ecken und Enden gespart werden. So geraten Patienten ungewollt zwischen die Fronten der Krankenversicherungen und müssen sich mit – zum Teil einschneidenden – Einschränkungen zu frieden geben.


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