Kostenfalle Kreditkarte – Zahlungen nicht aufschieben

Der leichtfertige Einsatz von Kreditkarten in den USA hatte nicht unerheblichen Anteil an dem Zustandekommen der größten Finanzkrise seit dem zweiten Weltkrieg. Das Leben auf Pump gehörte viele Jahre zum guten Ton in Amerika. Viele Amerikaner besaßen und besitzen wohl zum großen Teil immer noch gleich mehrere Kreditkarten.

Das in den USA übliche Kreditkartenmodell ist die Revolving Card, hierbei muss der Kunde seine Umsätze nach Erhalt der Abrechnung selbsttätig begleichen, ansonsten werden diese Posten in einen Kredit überführt für den nur bequeme Raten zu zahlen sind. Hört sich zunächst zwar positiv an, aufgrund der hohen Zinsen und der schleichenden Anhäufung von Krediten, bildete sich eine enorme Kreditblase, deren Platzen einem Donnerhall glich.

Ist die Kreditkarte also ein Teufelswerk? Lieber Finger weg von MasterCard und VISA? Sind die Schuldenberge mit Abschluss eines Kreditkartenvertrags vorprogrammiert?
Die Antwort darauf ist weder ein klares „ja“ noch ein klares „nein“, die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen und gleicht einem „nein, aber“. Jede Kreditkarte ist nur so gut wie sein Nutzer, könnte man verkürzt zusammenfassen. Ein gutes Handhaben der Kreditkarte beginnt schon mit der Auswahl des Produkts. Hierbei sollte man sich zunächst überlegen wofür man die Karte einsetzen will. Geht es um den Auslandseinsatz, um Onlineshopping oder um gelegentlichen Einsatz beim Einkauf.

Besonders wichtig ist die Auswahl der Kartenart. Während die Revolving Card häufig sehr günstig in der Anschaffung ist, muss hier auch mehr Aufwand betrieben werden, um die unschöne Überraschung der Schuldenanhäufung zu vermeiden.

Das Gegenteil dazu ist die Prepaid Card. Diese wird im Guthaben geführt. Es werden folglich keine ungewollten Kredite aufgenommen, dafür fallen in der Regel höhere Grundgebühren an. Die in Deutschland verbreiteteste Kartenart ist die Charge Card, bei welcher jede monatliche Abrechnung direkt per Lastschrifteinzug beglichen wird. Eine Gefahr der Schuldenanhäufung besteht hier in diesem Maß nicht.

Trotzdem sollten bei allen Formen einige einfache Regeln befolgt werden. Neben der äußerst wichtigen Kontrolle der Umsätze am Monatsende sollte man schon innerhalb des Berechnungszeitraums den Überblick über seine Umsätze nicht verlieren, sonst sind böse Überraschungen auf der Abrechnung vorprogrammiert.

Auch ist grundsätzlich nichts gegen die Revolving Card zu sagen, doch ist hierbei besondere Aufmerksamkeit nötig. Rechnungen liegen lassen kann hier teuer werden. Im Zweifelsfall ist gerade bei eher seltener Nutzung der Kreditkarte eher eine Charge oder Prepaid Card zu empfehlen.
Soweit diese einfachen Regeln befolgt werden und man sich selber stets einen Überblick über seine finanzielle Situation verschafft, kann eine Kreditkarte auch weiterhin eine äußerst angenehme Zeit- und teils auch Kostenersparnis bedeuten.

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