Das Geld in Zeiten von niedrigen Zinsen gewinnbringend anlegen

Seit Jahren befindet sich das Zinsniveau in der Europäischen Währungsunion im freien Fall.

Das mag erstmal ziemlich drastisch und negativ klingen. Doch diesem Umstand zum Trotz bieten sich für den Sparer andere Möglichkeiten, sein Geld renditestark am Geld- und Kapitalmarkt anzulegen. Welche Möglichkeiten das genau sind, wollen wir jetzt näher erläutern.

Der Klassiker: Sparen mit Bankeinlagen

Bankeinlagen erfreuen sich unter den Deutschen immer noch der größten Beliebtheit. Fragt man die Sparer selbst, so nennen diese Motive wie „Sicherheit“ und die fast immer gegebene Verfügbarkeit als Hauptgründe für eine Anlage.

Wichtig: Geldanlage-Möglichkeiten und Rendite-Chanen vergleichen1

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Als Konsequenz für diese Sicherheit und Verfügbarkeit müssen aber seit 2010 fallende Zinsen in Kauf genommen werden. Den Weg in die Bankfiliale kann man sich dann meistens sparen: Die Zinsen für Sparbücher und Tagesgelder bewegen sich dort meistens um die 0,01 -0,3%.

Doch jetzt folgt die gute Nachricht: Besonders viele Online-Banken bieten für Neukunden attraktive Zinssätze im Segment der Tagesgelder und Festgelder an. Zwar sind diese Angebote meistens zeitlich befristet, jedoch entsteht dann für den Sparer eine bessere Rendite.

Die Alternativen

Versicherungen mit Kapitalaufbau

Gerade in Zeiten von niedrigen Zinsen sind kapitalbildende Versicherungen eine renditestarke Alternative zum Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld.

Insbesondere die Versicherungen, die ihre Überschüsse im Wertpapiermarkt anlegen, konnten in den letzten Jahren eine gute Rendite bei einem vergleichsweise geringen Risiko erzielen.
Im Unterschied zu den klassischen Bankeinlagen haben Versicherungen mit Kapitalaufbau immer eine befristete Laufzeit.

Diese Laufzeit endet meistens zum Rentenbeginn des Versicherungsnehmer. Kurzfristige Entnahmen aus der Versicherung sind zwar möglich, aber eigentlich nicht vorgesehen. Bei jeder vorzeitigen Geldentnahme kann in den ersten Jahren ein Rückzahlungsverlust entstehen, da besonders zu Beginn viele anfallende Versicherungskosten gedeckt werden.

Im Umkehrschluss eignen sich kapitalbildende Versicherungen für diejenigen, die langfristig, sicher und renditebewuusst für den Rentenbeginn sparen möchten. Vom Sparer erfordert es, dass dieser langfristig auf das eingezahlte Kapital verzichten kann.

Investieren in Wertpapiere

Wer den Fokus auf die Rendite legt, wird an Wertpapieren einfach nicht vorbei kommen. Im historischen Ranking konnte deren Rendite pro Jahr bis auf einige Ausnahmen die der Bankeinlagen und Versicherungen übertreffen. Und das teilweise sogar um ein Vielfaches.

Wer sein Kapital in Wertpapiere investiert sollte sich immer darüber im klaren sein, dass das Kapital immer einen Risiko ausgesetzt wird und Verluste entstehen können. Rein theoretisch kann sogar das komplette eingesetzte Kapital durch Kursverluste verloren gehen.

Dieser Fall ist aber äußert unwahrscheinlich. Denn wer lange genug in Wertpapiere investiert und damit auch Verluste aussetzen kann, erzielt unter dem Strich fast immer eine Rendite, die sich sehen lassen kann. Das trifft besonders dann zu, wenn man das Kapital auf viele verschiedene Positionen streut (Diversifikation) und sich bei der Wertpapieranlage auf solide Basiswerte wie z.B den Unternehmen im Dax fokussiert.

Eine Anlage in Wertpapiere macht vor allem dann Sinn, wenn man eine hohe Rendite erzielen möchte und mit Kursverlusten zurecht kommt. Eine reine Altersvorsorge in Aktien und Wertpapiere iist eher nicht zu empfehlen, da wie bereits oben beschrieben auch Kursverluste auftreten können.


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