Fehler bei Operationen

Jede Operation birgt immer ein Risiko in sich. Das wird niemand bestreiten wollen. Aber was passiert eigentlich, wenn man nach einer OP aufwacht. Und nach dem Abklingen der Narkose leider feststellen muss, dass nicht der rechte Zeh, sondern der Verband auf der linken Seite ist. Viele werden jetzt anfangen zu schmunzeln. Nimmt man sich aber das Ergebnis einer Studie zur Hand, dann vergeht einem das Lachen. Jeder fünfte Mediziner hat laut dieser Befragung eingeräumt, bereits im OP – Saal bei einem Eingriff gepatzt zu haben. Entweder wurde die Seite verwechselt, oder der Eingriff falsch durchgeführt.

Für Deutschland reden wir hier zwar nur von wenigen hundert Fällen pro Jahr. Bei über 12 Millionen Eingriffen scheint das nicht weiter ins Gewicht zu fallen. Leider enden Verwechslungen im Operationssaal unter Umständen tödlich. Klar, Ärzte sind auch nur Menschen und machen Fehler. Da es hier aber um unser höchstes Gut geht, die Gesundheit, sollten auch Patienten ein Auge auf ihre OP haben. Unter Vollnarkose gestaltet sich das zwar ein wenig schwierig. Aber man kann den behandelten Arzt darum bitten, einen abwischresistenten Stift zu benutzen. Vor dem Eingriff wäre es wünschenswert, ähnlich der Checkliste vor dem Start eines Flugzeugs, einen vergleichbaren Standard einzuführen. Das Sicherheitsbedürfnis beim Fliegen sollten wir auf unsere Krankenhäuser übertragen.

Wie man sieht, die Stammtisch – Geschichten über Ärzte, die Patienten zur überstandenen Operation gratulieren und erst in dem Moment ihren Fehler bemerken, gehören vielleicht doch nicht komplett ins Reich der Phantasie. Also in Zukunft vor jedem Eingriff Gedanken über die beabsichtigten und „unbeabsichtigten“ Folgen machen!


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